
Yakzucht


Wer wir sind
Wir sind Markus und Dalma Kirschner – beide hauptberuflich in der Baubranche tätig, aber mit dem Herzen fest bei unseren Tieren. Was als kleines Hobby begann, ist für uns heute ein wertvoller Ausgleich zum Berufsalltag und eine echte Leidenschaft geworden.
Gemeinsam mit unserer Tochter, unserem treuen Pyrenäenberghund Beppi leben wir auf einem kleinen, idyllisch gelegenen Hof mitten in der Innschleife bei Gars am Inn in Oberbayern. Weit draußen auf dem Land haben wir den idealen Ort gefunden, um Natur, Familie und Tierhaltung miteinander zu verbinden.

Wie alles begann
Angefangen hat alles ganz klein – mit drei Kamerunschafen und einem Bock. Was zunächst als Hobby gedacht war, entwickelte sich schnell zu einer Herzensangelegenheit. Eine artgerechte Tierhaltung und hochwertiges Fleisch waren uns von Anfang an wichtig. Ebenso der Wunsch, genau zu wissen, wo unser Fleisch herkommt und wie die Tiere gelebt haben. Ganz nebenbei hatten unsere Schafe noch einen praktischen Nutzen: Sie hielten den steilen Hang direkt am Haus kurz und gepflegt.
Nach rund zehn Jahren mit unseren Kamerunschafen wuchs in uns die Idee, etwas Neues zu wagen – und so begann 2022 unser Abenteuer Yak-Zucht. Mit unserem Stier Lucca und zwei Kühen legten wir den Grundstein für unsere heutige Herde auf dem eigenen Hof. Die Anfangszeit war nicht immer einfach, aber mit viel Geduld, Engagement und Liebe zu den Tieren konnten wir Schritt für Schritt wachsen.
Heute leben bereits zwölf Yaks bei uns – und jedes einzelne ist Teil unserer Hofgemeinschaft.



Warum ausgerechnet Yaks?
"weil sie Sturköpfe sind wie ich" - Markus
Für Yaks haben wir uns entschieden, weil uns diese Tiere einfach faszinieren. Ihr ursprüngliches Wesen, ihr ruhiges Temperament und ihr robuster Charakter haben uns sofort begeistert. Auch die Qualität ihres Fleisches – besonders zart und geschmackvoll – hat unsere Entscheidung bestärkt. Yaks sind sehr genügsam und widerstandsfähig, gleichzeitig aber auch äußerst wachsam und sozial.
Unser Zuchtstier Lucca ist das beste Beispiel: Er ist ruhig und freundlich im Umgang, aber wenn es darauf ankommt, verteidigt er seine Herde – und vor allem die Kälber – entschlossen und ohne zu zögern. Diese Mischung aus Sanftheit und Stärke macht die Tiere für uns so besonders.
Yaks – Die zähen Hochlandbewohner des Himalayas
Yaks sind robuste, domestizierte Rinder, die vor allem in den Hochlagen Zentralasiens beheimatet sind, insbesondere im Himalaya, in Tibet, Nepal und Teilen von China und der Mongolei. Sie gehören zur Familie der Rinder (Bovidae) und zur Gattung der Wildrinder (Bos). Es gibt sowohl wilde als auch domestizierte Yaks, wobei die wilden Vertreter deutlich größer und seltener sind.
Merkmale
Yaks sind hervorragend an das Leben in extremen Höhenlagen angepasst. Ihr langer, dichter Pelz schützt sie vor eisiger Kälte, und ihre großen Lungen und Herzen ermöglichen ihnen das Überleben in dünner Höhenluft. Sie haben einen stämmigen Körperbau, kräftige Beine und breite Hufe, mit denen sie sicher über felsiges und schneebedecktes Terrain gehen können.
Ein typischer Yak wiegt zwischen 300 und 1.000 Kilogramm – abhängig davon, ob es sich um ein domestiziertes oder wildes Tier handelt. Männliche Yaks werden auch „Dris“ genannt, weibliche heißen „Nak“ oder „Dri“.
Bedeutung für den Menschen
In den Hochlandregionen sind Yaks lebenswichtig für die Bevölkerung. Sie liefern Fleisch, Milch, Leder und Wolle. Aus Yak-Milch werden Butter, Joghurt und der berühmte „Buttertee“ hergestellt, ein traditionelles Getränk in Tibet. Ihre Wolle ist warm und eignet sich gut für Kleidung, Decken und Zelte. Auch ihr Dung wird gesammelt und als Brennmaterial genutzt, da Holz in den Höhenlagen rar ist.
Yaks sind zudem Lastentiere: Sie tragen schwere Lasten über Bergpässe, wo Fahrzeuge nicht mehr weiterkommen. Dank ihrer Trittsicherheit und Ausdauer sind sie ideal für den Transport in unwegsamem Gelände.
Wildlebende Yaks
Der wilde Yak ist heute stark bedroht. Durch Lebensraumverlust, Wilderei und Kreuzungen mit domestizierten Yaks ist seine Population in den letzten Jahrzehnten stark zurückgegangen. Er lebt meist in abgelegenen, schwer zugänglichen Gebieten in Höhen von über 4.000 Metern.
Fazit
Yaks sind faszinierende Tiere, die perfekt an ein Leben unter extremen Bedingungen angepasst sind. Für die Menschen in den Hochlagen Asiens sind sie ein unverzichtbarer Bestandteil des Alltags – nicht nur als Nutztiere, sondern auch als Symbol für Ausdauer und Überlebensfähigkeit in einer der rauesten Umgebungen der Erde.






